Es begann mit einer superleichten, extrem weichen und angeblich warmen Mütze in einem Souvenirladen  in Auckland, Neuseeland. Die Mütze war nicht gerade billig, das müsste man doch selber stricken können!

Das Geheimnis der Mütze ist die Beigabe von Opossum-Haar. Der Rest ist meistens feine Merinowolle, es gibt aber auch Kombinationen mit Alpaca, Seide, Mohair und mehr. Das Opossum ist ein Nagetier, das ursprünglich in Neuseeland nicht heimisch war, sich inzwischen aber zu stark ausgebreitet hat. Da man es wieder ausrotten will, kann man die Haare mit gutem Gewissen zur Veredelung der Wolle brauchen. Wollgarne mit Opossumhaaren sind federleicht und superwarm – und unglaublich weich. Wenn man das eine Weile verstrickt hat, findet man alle anderen Garne hart und hölzern.

img_0851_2

img_0861
Mein erstes Garn mit Opossum.
61598_luminosa_auckland_2016
Die Auswahl an wunderbaren Garnen in Neuseeland ist grossartig.

Nun hatte ich das Supergarn in zwei Farben, aber keine Idee, was daraus werden soll. Die bekam ich erst im europäischen Sommer, ganz oben im Norden, auf der norwegischen Insel Ingøy. Dort kaufte ich mir eine Mütze.

img_0862

Und kopierte einen Teil des Musters und ergänzte es mit einem Loop. Das Garn ist so leicht, dass ich aus drei Knäueln locker eine Mütze und den Loop stricken.

Bonus

Anleitungen für dieses Projekt gibt es nicht.

Aber einige Links zu unserem Reiseblog workdaydone.com:

Advertisements